KOSTENGÜNSTIG UND INTELLIGENT

Contracting ist ein innovatives Modell zur Drittfinanzierung von Energiesparmaßnahmen.

Vorteile:

¬ Energie und Kosteneinsparungen sowie
¬ die Erhaltung, Verbesserung oder Erneuerung von Anlagen und Gebäuden.

Sämtliche Kosten für Planung, Investition und Finanzierung werden beim EinsparContracting von der N.E.C. als sog. „Contractor“ vorfinanziert und aus den erzielten Einsparungen ganz oder teilweise – gedeckt.

Was ist EnergieContracting?

Beim EnergieContracting sind zwei Ausprägungsformen zu unterscheiden:

Steht der Aspekt der Versorgung im Vordergrund, so spricht man von AnlagenContracting.

Beim EinsparContracting dagegen geht es ganz allgemein darum, die eingesetzte Energie besser zu nutzen.

Einspar-Contracting

wird auch Energie-Einspar-Contracting oder Performance-Contracting genannt. Nach einer kostenlosen Grobanalyse, bei der bereits alle Gebäude begangen werden, erstellt der Contractor ein unverbindliches Angebot. Hierin sind eine Reihe von Maßnahmen mit einer vom Contractor garantierten Energieeinsparung vorgestellt. Geht der Contractingnehmer auf das Angebot ein, plant, baut, finanziert und betreibt (optional) der Contractor alle Maßnahmen die zur Erreichung der Energieeinsparung erforderlich sind. Als Gegenleistung erhält er dafür die eingesparten Energiekosten, bis seine Aufwendungen für Finanzierung, Planung und Controlling - und auch sein Gewinn - bei Vertragsende abgegolten sind. Dabei kann die Finanzierung durch den Contractor erfolgen, oder durch den Auftraggeber durch einen Baukostenzuschuss in beliebiger Höhe gegen entsprechende Laufzeitverkürzung selber getragen werden.

Grundsätzlich sind alle Maßnahmen aus dem Bereich der Gebäudetechnik denkbar, grundsätzlich wird immer die Regelung der Anlagen meist zumindest mit einem Teil der Ventile und Pumpen ausgetauscht und auf eine zentrale Gebäudeleittechnik aufgeschaltet, um überhaupt ein sinnvolles Controlling zu ermöglichen. Weiterhin werden etwa in 50% aller Fälle zumindest der Führungskessel mit ausgetauscht, in vielen Fällen auch die Verteilung erneuert.

Der Vorteil für den Contractingnehmer liegt in einer systematischen Effektivierung des Gebäudebetriebs mit einer Zusammenführung der Gebäudeautomation zu einer zentralen Gebäudeleittechnik meist auf hohem technischen Niveau. In finanzieller Hinsicht verringern sich die Aufwendungen für Heizung und Regelung beträchtlich, die Einsparung steht dem Auftraggeber nach der Vertragslaufzeit zur Verfügung. Die eingebrachten Anlagen gehen mit Einbau nach BGB auf den Gebäudeeigentümer über.

Anlagen-Contracting

wird auch als Energieliefer-Contracting oder Nutzenergie-Lieferung bezeichnet. Der Contractor errichtet und betreibt die Energieanlage auf eigenes Risiko und Kosten auf der Basis von langfristigen Verträgen mit seinen Kunden. Die Anlagen sind im Besitz des Contractors und werden daher häufig auf dem Nachbargrundstück errichtet oder es erfolgt ein Grundbucheintrag über den Eigentumsübergang der neuen Heizung im Gebäude des Auftraggebers. Die Vertragslaufzeiten variieren zwischen 5 bis 20 Jahren. Beiderseitiges Ziel besteht darin, durch Optimierung und effizientere Wärmeerzeugung und Speicherung wirtschaftliche und ökologische Vorteile erreichen. Üblicherweise wird der Contractor die an einem vereinbarten Punkt (Wärmemengenzähler) übergebene Wärme verrechnen.

Da i.d.R. der Wärmemengenzähler die Schnittstelle zwischen Heizzentrale und den Nutzern im restlichem Gebäude darstellt, liegt es im Interesse des Anlagencontractors, die Verluste innerhalb der Heizzentrale (Kessel, Brenner, Speicher, Regelung, Pumpe, etc.) weitestgehend zu minimieren.

Reduzierung der Wärmeverluste innerhalb des Gebäudes, d.h. in der Wärmeverteilung, an den Heizkörpern und Nutzungsänderungen, sind keine direkte Aufgabe des Contractors. Sie sind kein automatischer Bestandteil des Anlagencontractings, können aber bei einigen Anbietern separat vereinbart und in den Investitionskostenanteil integriert werden.

Ein wichtiger Vorteil des Anlagencontracting ist es, dass auch anderweitige Energiespar-Massnahmen am Gebäude (z.B. Dämmung der Außenwände) durch die NEC oder ohne Probleme oder komplizierte Vertragsgestaltung möglich sind.

Finanzierungs-Contracting

wird auch als Anlagenbau-Leasing oder Third-Party-Financing bezeichnet. Die Finanzierung obliegt dem Contractor, das Betreiberrisiko liegt weiterhin beim Contractingnehmer. Einsatzgebiet bei abgrenzbaren technischen Einrichtungen oder Anlagen. Finanzierungs-Contracting wird oft mit Anlagenmanagement oder Betriebsführungs-Contracting verbunden.

Betriebsführungs-Contracting

die Energieanlagen stehen im Eigentum des Contractingnehmers und wurden von diesem finanziert, ansonsten ist das Verfahren ähnlich dem Anlagencontracting. Der Contractor ist für den störungsfreien Betrieb der Anlagen verantwortlich. Je nach Vertrag wird die Energie wiederumm an einem bestimmten Punkt in der Anlage übergeben oder es das Endprodukt "warmer Raum" ist Vertragsgegenstand. Die Abrechnung erfolgt meist pauschal nach Aufwand oder Leistung. Diese Art des Contractings wird meist dort eingesetzt, wo ein störungsfreier Betrieb unbedingt notwendig ist. beispielsweise Druckluft für Produktionsanlagen, oder Heizung im Krankenhaus.

Bereich Sonderbrennstoffe

Contractingmodelle ermöglichen es Unternehmen ihren Energieeinsatz von Erdöl/Erdgas auf weltmarktunabhängige Sonderbrennstoffe, wie Holzschnitzel oder Braunkohlenstaub umzustellen, ohne knappe Investitionsmittel bereitszustellen und eigene personelle Ressourcen zu binden.

Weitere Anwendungsgebiete

¬ Solarthermie - Solare Wärmeerzeugung teilweise in Verbindung mit Erdwärme
¬ Wärme und Stromerzeugung aus Biomasseanlagen aus erneuerbaren Energieträgern
   oder Abfallstoffen
¬ Druckluft - Contracting
¬ Contractingmodelle in der Straßen- und Innenbeleuchtung
¬ Öffentliche Investitionen
¬ Contractingmodelle könnten einer Gemeinde die Anschaffung und Wartung
   ihrer Ampeln abnehmen
¬ Hausmüllgebührenoptimierung als Spielart des Einspar-Contractings
¬ Abwärmeliefer-Contracting beispielsweise mobile Wärmespreicher
¬ Contractingmodelle für Regenwassernutzungsanlagen
¬ Contracting im industriellen Wassermanagement
¬ Klärgascontracting